Starten, Landen, Starten, Landen, Starten, Landen, Starten, Landen….

So, mein Flugschein ist in Arbeit – aber wie die meisten schon wissen, heißt fliegen lernen -> landen lernen. Ungefähr 4 Stunden war ich jetzt in der Luft – in 2 Monaten – womit ich schon ganz zufrieden bin bei dem Wetter hier. Oben habe ich vor allem noch Probleme damit die Höhe zu halten (wenn man nicht drauf achtet). Mit 4.600 Umdrehungen (die ich immer fliegen soll), wird die AT-3 doch ziemlich schnell und geht dann gerade in den Kurven flott nach oben (ohne, dass ich es möchte). Keine Ahnung wie da in der Prüfung die Toleranzen sind – aber 100ft nach oben bräuchte ich momentan 🙂

Allerdings wird recht wenig dort oben rumgeflogen – wenn dann nur um Auffanglinien (falls man sich verflogen hat, findet man an diesen zurück) oder kleinere Übungen (Langsamflug, Vollkreise) zu machen. Die meiste Zeit verbringe ich mit Platzrunden – und das ist auch gut so, solange meine Starts / Landungen nicht sitzen.

Starten lernen

Beim Start nervt die buckelige Graspiste – kurz vor dem Abheben springt sie dann doch schon mal (die AT-3, nicht die Piste) oder man kriegt nen Ruck nach links / rechts den man fix ausgleichen muss (obwohl man eh schon die ganze Zeit voll rechts im Seitenruder steht). Beim Durchstarten ist man ja eigentlich viel zu langsam in der Luft und fliegt dann nur in 5m über dem Boden um Geschwindigkeit zu  kriegen – da sind die Böen dann interessant und man muss flott, aber wenig, Querruder geben. Alle Punkte danach sind eigentlich gut im Kopf drin:

  • 100ft (beim Durchstarten)
    • Klappen auf 15°
    • Vergaservorwärmung aus
  • 400ft AGL
    • Benzinpumpe aus
    • Klappen rein
  • 600ft AGL
    • Ausleveln
    • 4.600 Umdrehungen setzen
    • Trimmen

Landen lernen

Also in der Theorie habe ich das auch drauf:

  • Gegenanflug:
    • ‚Delta Alpha Tango Nördlich‘ melden
    • Umdrehungen auf 4.000
    • Benzinpumpe ein
    • Vergaservorwärmung ein
  • Queranflug
    • Tja, beim Einlenken muss die Geschwindigkeit in den weißen Bereich, aber dafür muss ich meistens gut ziehen und bin dann zu hoch, auf jeden Fall: Klappen 15°
    • ‚Delta Alpha Tango Queranflug‘ melden
    • dann spiele ich (eigentlich nicht erwünscht) mit dem Gas um wieder auf Platzrundenhöhe runter zu kommen und im weißen Bereich zu bleiben
  • Endanflug
    • ‚Delta Alpha Tango Endanflug‘ (manchmal sag ich noch ‚Piste 09‘ dazu, aber irgendwie braucht es das nicht?!)
    • wenn man meint, auch mit Motorausfall hin zu kommen, dann 3.000 Umdrehungen setzen
    • Klappen ganz raus
    • Nase runter

Jut, damit ist es schon geschafft – ach Moment, wir sind noch nicht unten? 😀 Also „eigentlich“ soll man perfekt hinkommen mit 3.000 Umdrehungen und Nase runter – und wenn ich zuviel mit dem Gas spiele, dann meckert der rechts neben mir immer… Außerdem halte ich immer mit dem Seitenruder vor – aber mein Fluglehrer mag es mit Querruder lieber – fühlt sich für einen alten Segelflieger wie mich, dann total nach slippen an 😀 Aber der Endanflug klappt schon ganz gut – ich korrigiere einfach seltener und dafür stärker (beim Gas).

Dann das Abfangen und wenn die Stall-Warning meckert runterfallen – hier habe ich immer noch Probleme, dass mein Flieger zu schnell ist (Gas ist natürlich dann ganz weg, aber der Endanflug wird ja mit 65kt durchgeführt – und die Stall-Warning geht erst irgendwo bei 50kt los, runterfallen tut die AT-3 demnach erst irgendwo bei 45kt). Somit segel ich nach dem Abfangen noch elendig lange über die Landebahn (und das mit 1-3m Höhe) – dabei geht sie manchmal wieder nach oben weg wenn ich zu viel Angst vorm Boden habe (und fällt dann aus 5m runter, was schon doll scheppert).

Trotzdem

… macht es wahnsinnig Spaß und das Fliegen wirkt sich auf mein gesamtes Leben aus – nicht nur durch das Lernen der Theorie oder dem Üben der Platzrunde im FS-X 😀 – sondern auch durch eine neue Art von Glück und Gelassenheit in Alltagssituationen – denn endlich lebe ich meinen Traum vom Fliegen!!

Die erste „richtige“ Flugstunde

Am Samstag war es endlich soweit – fast zwei Stunden hat sich der Fluglehrer für mich Zeit genommen und es gab eine ausführliche Einweisung in das Cockpit, in die Checklisten und in der „Anmachen“ und Rollen der Maschine. Dann ging es 70min lang in die Luft – ich durfte eigentlich alles selber machen und es wurde ein schöner Rundflug über Nord-/West- Schleswig Holstein. Von Kropp aus ging es die Eckernförder Bucht hoch bis nach Dänemark und dann über die Flensburger Bucht und Flensburg zurück. Höher als 1600ft konnten wir nicht gehen, das Wetter war so lala.

Dafür habe ich jetzt endlich einen guten Überblick im Kopf, habe mir die Auffanglinien gemerkt und bin das ganze mit dem FSX dann noch mal nachgeflogen 🙂

Das Geradeausfliegen war eigentlich überhaupt kein Problem, in Kurven ist sie mir immer noch weggetaucht und das Halten der Geschwindigkeit war auch nicht so einfach – am Ende gab es noch 3 Platzrunden, gerade im Endteil artet das alles noch in Streß aus, aber ich bin eigentlich ganz zufrieden!!

 

PS: Und hinterher auf meinem Handy eine SMS von meinem Roaming Mobilfunkanbieter mit den Tarifen aus Dänemark gehabt 😀

Und das Wetter…

Heute sollte es losgehen (weitergehen?) und endlich meine erste richtige Flugstunde stattfinden. Gerade den Rechner am Runterfahren (war ja bei der Arbeit), da ruft der Fluglehrer an, dass das Wetter am Platz zu schlecht ist. Ein Blick nach draußen – blauer Himmel – na da sieht man mal was 70km ausmachen können hier an der Ostsee.

Nun gut, ich habe schon die ganze Woche meine beiden Fluglehrer telefeonisch genervt wann es denn losgeht – und glücklicherweise hat der eine dann heute Abend angerufen, dass er morgen doch noch Zeit hat – 15:30Uhr soll ich am Platz sein. Na hoffen wir mal, dass das Wetter mitspielt 🙂

 

PS: Als ich gerade das Web nach Berichten zur ersten Flugstunde durchstöberte, viel mir diese Seite ins Auge, dort ist in kurzen Sätzen eine komplette Ausbildung beschrieben. Allerdings sind die Informationen zu Flugstunden etc. veraltet – da also nicht drauf achten.

Die AT-3 bei der Landung

Meiner erster Flug als Flugschüler

Oh man habe ich lange auf meinen ersten Flug als Flugschüler gewartet…. Jetzt, nach fast 29 Jahren war es endlich soweit.

Gestern Abend (02.10.) mit dem Ausbildungsleiter gesprochen und er meinte, dass ich heute (03.10.) ab 12Uhr auf dem Flugplatz sein soll, dann würde sich schon eine Lücke für mich finden. Also pünktlich aufgestanden, gefrühstückt und rüber gefahren nach Kropp ( http://www.aeroclubkropp.de ).

Der erste Tag auf dem Flugplatz

Interessanterweise, war ich gar nicht so nervös – nun gut, es war ja auch nicht mein erster Flug (habe ja vor 10 Jahren ein wenig Zeit mit Segelfliegern in der Luft verbracht) und auch nicht mein erster Motorflug (gab schon zwei Schnupperflüge – in England und München). Habe nur gehofft, dass sich wirklich eine Lücke für mich finden wird 😀

Dann gab es erst mal wieder viele Namen und Gesichter die ich mir merken musste, war ganz schon was los heute. Neben Motorflug bietet der Verein ja auch noch Segel- und UL Flug an. Ich beschränkte mich erst mal aufs Fotos machen für meinen Blog:

Holzflugzeug

 

Man will ja auch nichts falsch machen 😀 Jeder Verein und Flugplatz hat andere Regeln, z.B. was das Betreten des Towers, das Anfassen der Flugzeuge oder den Abstand einhalten zu Landebahn / Rollwegen angeht. Aber in Kropp sind die Leute wirklich nett und alles läuft recht locker ab – so fühlt man sich wohl.

Ich habe mir dann auch gleich einige Dinge Zeigen lassen – z.B. bin ich das erste Mal in meinem Leben Traktor gefahren 😀 Irgendwie muss man die „Arbeitsstunden“ die man in den meisten Vereinen jedes Jahr ableisten muss ja rumbringen – und ich mähe gerne Rasen 🙂

Das Wetter wurde auch immer besser und es war echt entspannend auf der Dachterrasse zu sitzen, die Sonne zu genießen und die Flugzeuge in der Platzrunde zu beobachten:

Blick von Dachterrasse

 

Mein erster Flug

Dann war es soweit, der Ausbildungsleiter hat kurz Zeit gefunden und schon saßen wir im Flugzeug (ich natürlich Links). Es war allerdings keine Zeit für eine richtige Einweisung usw. – aber man kennt das Cockpit ja aus dem Flugsimulator (nur das man jetzt keine P Taste, keine Maus und kein google hat….). Sonnenbrille auf (neu gekauft!!), Headset drüber (nun ja, drückt fast gar nicht), Sitze kann man nicht einstellen (Kissen? Nee geht schon), Blick nach draußen (Draußen? Fuck bin ich klein 😀 ) und schwupp schon ist die Haube zu und der Fluglehrer sagt in 3 Sätzen mehr Infos als man in den letzten 10 Jahren vernommen hat…. Also die Namen der Instrumente kannte ich zum Glück schon, die Anordnung der Schalter (Gemisch, Generator, Batterie, Zündung, Funk, Klappen, Trimmung) konnte ich mir so schnell nicht merken wie er alles gecheckt hat, aber sind ja zum Glück größtenteils farblich markiert….). Dann einige Checks, Magneten (Abfall der Umdrehungen um höchsten 150), künstlicher Horizont (eingependelt), Tankanzeige, den Rest vergessen und ich durfte zum Start rollen – die AT-3 hat nen festes Bugrad, also nur Fußspitzen Bremsen für die Lenkung. Da merkt man auch das erste mal den Druck auf das Seitenruder durch den Luftstrom des Propellers.

Den Start hat dann der Fluglehrer gemacht (hätte ich auch gekonnt 😛 ) aber gleich danach durfte ich, leicht links halten wegen Lärmschutzregeln und dann durch die Dunstschicht zur klaren Sicht auf 3.000ft steigen. Nach 2.000ft fällt mir auf, dass ich die Libelle nicht beachtet habe, und die hängt die ganze Zeit wie Sülze in der Ecke – ich war nur mit der Geschwindigkeitsanzeige und dem künstlichen Horizont beschäftigt (grausige Sicht….). Nachdem der Fluglehrer mein Headset lauter gestellt hatte – wunderte mich schon warum ich den Funk nicht verstehe… – erklärte er mir auch warum ich nicht geradeaus fliege: Durch die hohe Motorleistung beim Steigen wird das Flugzeug die ganze Zeit vom Propeller stark angeströmt und gedreht., da muss man mit dem Seitenruder gegenhalten (war ich vom Segelflugzeug nicht gewohnt).

Nun, dann hatte ich endlich einige Sekunden Zeit um mal bewusst aus dem Fenster zu schauen, hey eine Wolke, und keine Zeit mehr zum aus dem Fenster schauen….

Dann einige Vollkreise und der Fluglehrer hat die Umgebung erklärt – ja den Flugplatz habe ich ehrlich gesagt bis zum Endanflug nicht von oben finden können – aber beim nächsten Mal wird es besser, nun kenne ich ja die Autobahnen etc. die drum rum sind.

Und schon ging es wieder runter, Landung hat er wieder gemacht – geht doch recht flott und man hat ja auch nicht gerade wenig zu tun….

Fazit

Ja keine Ahnung, irgendwie kommt es mir im Nachhinein so vor, als hätte ich die meiste Zeit auf die Instrumente geschaut – und dadurch nicht mal gemerkt, dass ich überhaupt fliege. Im Segelflugzeug geht es halt doch mehr nach Gefühl und die Rundumsicht ist besser, im Motorflieger (zumindest in der AT-3) sieht man (ich) wenig und man hat auch viel mehr Instrumente die beachtet werden wollen, alleine der Fahrtmesser machte mich die ganze Zeit verrückt.

20min war ich im Flieger – von 2700 die ich brauche, nun meldet der Fluglehrer mich noch irgendwo an und dann gehts in einer Woche hoffentlich richtig los – und vielleicht habe ich irgendwann auch mal Zeit aus dem Flieger rauszuschauen – na wenigstens kann ich jetzt Traktor fahren 😀

AT 3 Flugzeug

Sie fliegt wieder!!

Fast drei Monate lang war das Schulflugzeug defekt, man musste lange auf die Ersatzteile aus den USA (mit Umweg über Polen zur Zertifizierung) warten. Aber jetzt kam die Mail, dass die AT-3 repariert worden ist und wieder einsatzbereit. Jetzt kann es also hoffentlich endlich losgehen, ich werde gleich mal dem Ausbildungsleiter schreiben wann denn der erste Flug sein wird 🙂

Tauglichkeitszeugnis

Tauglichkeitszeugnis

Das Tauglichkeitszeugnis für den PPL(A)

So, diese Woche habe ich vielleicht den wichtigsten Schritt zum PPL gemacht, das Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 ist geschafft.

Den Fliegerarzt (gibt es ja eigentlich gar nicht, sind normale Ärzte die auch Flugtauglichkeitsuntersuchungen machen dürfen) habe ich mir vom Verein empfehlen lassen – so gerät man nicht an den Falschen. Die Sprechstundenhilfe meinte, dass ich erst zum Augenarzt muss, also ab zu einem Augenarzt der diese spezielle Untersuchung machen darf. Dort hatte ich schon ein wenig Bammel – schließlich sitze ich seit 15 Jahren vorm Computer – aber die Angst war unbegründet, meine Augen sind anscheinend toll 🙂 Folgende Untersuchungen wurden beim Augenarzt für die Tauglichkeitsuntersuchung gemacht:

  • Farbkarten (da wo man Zahlen und Buchstaben drauf erkennen muss)
  • 3D Karten (schauen welcher Kreis von 5 Kreisen einem entgegen kommt)
  • Augen Innendruck Messung (da wurde mir Luft aufs Auge gepustet)
  • Halt in Entfernung scharf Buchstaben erkennen
  • Sichtfeldmessung (da sitzt man in der weißen Halbkugel und muss drücken sobald man nen Punkt leuchten sieht)
  • ein paar Untersuchungen direkt vom Arzt (Spaltlampe, Sichtachse etc.) da musste ich aber nichts machen und auch nichts sehen, nur Augen offen halten).

Das ganze hat 80€ gekostet. Dann mit wem Wisch (ne Woche später) wieder zum Fliegerarzt, hier passierten viele witzige Dinge (zum Beispiel hatte man meinen Termin vergessen), aber ich beschränke mich mal auf das Relevante:

  • Blutabnahme (Zuckerwerte etc.)
  • Urinabgabe (Drogen?)
  • EKG (dauerte nur ne Minute)
  • Reflexhammer
  • Blutdruck
  • Abhören
  • Gleichgewichtstests (auf einem Bein stehen, Augen zu, Arme nach vorne, Hände wackeln – nicht in der Reihenfolge, aber alles total easy)
  • Lungenfunktionstest (ein paar mal in ne Röhre atmen)

Ich glaube das wars – ist 5 Jahre gültig und kostete bestimmt Geld – aber die Rechnung ist noch nicht da.

Soweit so gut, nun muss ich mich auf der Vorstandssitzung vom Verein noch vorstellen und dann geht es hoffentlich los. Im Übrigen übe ich schon fleißig die Prüfungsfragen auf http://www.open-ppl.de/ und habe mir dieses Buch gekauft um mich auf die Theorie vorzubereiten:

 

Unterlagen

PPL (A) Unterlagen zusammensuchen

Die leidige Bürokratie für die nötigen Unterlagen

Die Unterlagen die für den Beginn der Schulung zum Privatpiloten nötig sind, sind nicht so leicht zusammen zu suchen – es ist nicht mal leicht fest zu stellen, was man überhaupt braucht. Welche Dinge man jetzt für den Beginn der Ausbildung braucht, und welche erst wenn die Prüfung ansteht kann man einem nicht so genau sagen anscheinend 😀

Ich habe jetzt auf jeden Fall versucht alles zusammen zu suchen und habe es an den Verein geschickt:

  • Anmeldung beim Verein (waren etliche Seiten)
  • Passbilder
  • beglaubigte Geburtsurkunde
  • Führungszeugnis
  • ZÜP (also so eine „Ich bin kein Terrorist Bescheinigung), dafür brauchte es meine Arbeitgeber der letzten 5 Jahre (ging noch) und meine Wohnsitze der letzten 10 Jahre (in den letzten 10 Jahren habe ich noch zu Hause gewohnt, war zum Studieren in Bayern, habe zum Englisch lernen nen halbes Jahr in England gewohnt und und und – ich habe einfach beim Einwohnermeldeamt angefragt wenn ich Daten nicht wusste, das kostet 4-8€, dafür stimmt das Datum dann aber auch, dass man im ZÜP angibt).
  • Sofortmaßnahmen am Unfallort (mache ich erst vor der Prüfung)
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister

Gut, manches habe ich erst beantragt und bekomme ich hoffentlich irgendwann, anderes wird direkt an das LBA geschickt – aber alles in allem bin ich fertig 🙂

Das Funksprechzeugnis – BZF I oder II

Übrigens, es braucht auch ein Funksprechzeugnis – das habe ich aber zum Glück schon, weil ich vor 12 Jahren schon mal die Ausbildung zum Segelflugpiloten angefangen habe. Falls jemand von Euch noch eins braucht (meistens gibt es das Training dafür aber kostenlos im Verein), ich kann http://www.spectaculair.de/ empfehlen, die bieten Fernlehrgänge an für das BZF!

Blick über den Flügel

Der Entschluss Pilot zu werden

Pilot werden – damals

Ich hole mal kurz in der Vergangenheit aus…. Viele viele Jahre ist es her, da beschloss ein kleiner Kopf, dass er Pilot werden will – daraufhin machte dieser Kopf Abi und bewarb sich bei der Lufthansa – das Pilotenboard ist übrigens eine tolle Anlaufstelle für alle die sich bei der LH bewerben – und dann fiel der Kopf bei der BU durch.

Das wars dann, niemals Pilot, niemals Jets fliegen, niemals die Welt sehen…

In dieser negativen Stimmung lies ich dann auch das Segelfliegen (kurz vor dem Schein *dem Vergangenheits Ich in den Hintern tret*) bleiben und fing an zu studieren.

Pilot werden – jetzt

Gute zehn Jahre später ist es dann soweit, ich halte es nicht mehr aus diesen Traum ad acta zu legen – irgendwie ist es beruflich alles nicht soooo toll (na ja, es bringt gut Geld rein und ich habe mein zweites Hobby (Programmieren) zum Beruf gemacht – aber ein Beruf kann das Hobby auch ganz schön kaputt machen). Die Familie ist toll, das Leben insgesamt besser als jemals gedacht, aber irgendwas ist da im Hinterkopf und macht andauernd Ärger. Man setze sich also mit nem Bier aufs Sofa, Laptop auf den Schoß und auf gehts.

Kein Geld?

Jo Geld so im Allgemeinen ist ja da – aber mal eben 80.000€ für ne ATPL Ausbildung (ohne Aussichten auf einen Job am Ende) sind jetzt nicht da. Noch dazu führe ich ja ne kleine IT Firma die ich nicht einfach monatelang links liegen lassen kann. Also es braucht nen Entschluss (der das Ganze auch vor meiner Frau rechtfertigt 😀 ) – und zwar soll es weitesgehend ohne Kredit funktionieren – aber wie?

Ein Ford ProbeIch suche also google ab – alles was höchstens eine Stunde Fahrzeit (gut das ich meinen Ford Probe gekauft habe letztens, sonst würde ich meiner Frau ja immer den Familienwagen klauen 😀 ) entfernt ist und irgendwie fliegt wird in Tabs geöffnet. Dann geht es los – kann man dort fliegen lernen? Welche Lizenzen kann man dort erreichen? Und – was kostet es dort Pilot zu werden?

Am Ende sind es zwei Flugschulen und zwei Vereine die übrig bleiben, drei dieser Seiten bieten den PPL (A) nach JAR-FCL für den erwarteten Preis von 9.000 – 12.000€ an, aber ein Verein will nur 4.500€?! Wie kann das sein? Handelt es sich um die echte PPL(A)? Was habe ich übersehen? Also fix ne Mail geschrieben (im Übrigen an alle 4, nur um sicher zu gehen, dass meine Berechungen stimmen).

Der erlösende Anruf gleich am nächsten Tag – ja es sind unter 6.000€, es gibt für Vereinsmitglieder nämlich keine Landegebühren und der Flieger ist ein VLA – ein sehr leichtes, aber „echtes“ Flugzeug, dass noch dazu mit Super Plus (statt AvGas) fliegt. Also den Termin zum Kennenlernen gemacht und auf gehts.